Traditioneller Beginn des Sportjahres in Guntershausen ist der Neujahrsempfang, zu dem alle Mitglieder und Freunde des TSV in den Nebenraum der Sporthalle eingeladen sind. Erfreulich viele VertreterInnen von befreundeten Vereinen, großzügigen Unterstützern und aus kommunaler Politik und Verwaltung mischten sich unter die einheimischen Sportlerinnen und Sportler um gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen.Vorsitzender Peter Norwig schlug in seiner Rede den Bogen von gesellschaftlichen Entwicklungen, die das Zusammenleben zunehmend konfliktreich machen, zu den Herausforderungen, denen sich ein kleiner Verein zu stellen hat. Ohne die großzügige Unterstützung durch Stadt und andere öffentliche Kassen sei kein Vereinsbetrieb im jetzigen Umfang möglich. Wünschenswerte Projekte, wie der geplante barrierefreie Umbau der Sporthalle seien auf Sicht nicht realisierbar. Aber, so schloss er, es gibt keine Alternative zum Optimismus: auch unter schwierigen Bedingungen sei es möglich, integrierend im Sozialraum wirksam zu sein und verwies auf erste Gespräche mit dem Marie-Behre-Haus zur Etablierung gemeinsamer Angebote.Bürgermeister Henry Richter betonte in seiner Rede seine Bewunderung für die tatkräftigen Guntershäuser Aktiven, die in seinen Augen vorbildhaft für das Wohl der Dorfgemeinschaft wirkten. Dem finanzielle Engagement der Stadt sei aber angesichts der Finanzlage Baunatals Grenzen gesetzt. Gleichwohl bleibe die Stadt aber ein zuverlässiger Partner und Förderer des Sports. Er verwies auf den Sportstättenentwicklungsplan, der die Zukunft der Sportstadt Baunatal sicherstellen helfen soll und die gemeinsame Bewerbung mit der Stadt Kassel für die Ausrichtung der Special Olympics Landesspiele im Jahr 2029.Theo Hohmann (ASB), Koordinator des Förderprojekts „Pflegeheim – mitten im Leben“ stellte in seinem Beitrag die angestrebte Rolle des Marie-Behre-Hauses als Begegnungsstätte für Guntershausen vor. Ehrenamtliche Unterstützer könnten dort für die Dorfgemeinschaft und damit auch die Bewohner des Hauses tätig werden. Dies schließe explizit auch den TSV mit seinem Sportangebot ein.Nach den Reden kommt das Essen und das Reden. Gestärkt mit kundig zubereiteten Häppchen mischte sich die Versammlung zwanglos, es entspannen sich Gesprächsfäden quer durch Orts-, Alters- und Standeszugehörigkeiten, ganz so, wie es der Charakter des Sportvereins vorbildhaft in unserer zu oft zu blasigen Gesellschaft sein sollte.P.S. Danke an alle Helferinnen und Helfer, ihr habt vielen Menschen zu einem schönen Tag verholfen!